Ein Rekord für die Ewigkeit (Autor: Gunter Hünerhoff)

 

 

Preussen MünsterVor 55 Jahren, am 17. Juli 1966, gab es für die deutsche Leichtathletik einen denkwürdigen Tag. Während der deutschen Staffel- und Mehrkampf-Meisterschaften im Jahnstadion in Hamm wurden drei deutsche Rekorde aufgestellt. Graf Werner von Moltke schrammte mit neuer Bestleistung im Zehnkampf am Europarekord des Russen Kuznezow vorbei, Bayer Leverkusen verbesserte den Mannschaftsrekord im Zehnkampf und die „drei Musketiere“ von Preussen Münster liefen mit 7:01,2 Minuten einen deutschen 3-mal-1000-m-Rekord, der bis heute Bestand hat. Wolf Schulte-Hillen, Franz-Josef Kemper und Harald Norpoth nicht einmal die besten Bedingungen, denn es hatte vorher geregnet und so waren auf der guten alten Aschenbahn des Jahnstadions 18-mm-Dornen nötig.

Es hat noch nie einen deutschen Rekord mit so langer Lebensdauer gegeben. Zu DDR-Zeiten wurden die besten Langstreckler bei Turbine Erfurt erfolglos zusammengezogen, um den westdeutschen Rekord aus dem Münsterland zu unterbieten. Da müssen schon drei Mittelstreckler den Kilometer jeweils in 2:20 Minuten laufen. Das Rekord-Trio trifft sich zu besonderen Anlässen mit Ehefrauen in der Waldhütte an den Klatenbergen in Telgte. Dort haben sie damals regelmäßig trainiert.